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The personal notes
of Daniel S. Lee

Montag – Monday, 01.05.2006

::Frühjahrsseminar der Koreanischen Frauengruppe 2006::
Thema des Seminars war »Identitätsbildung und Identitätswege«, eingeladen waren auch Vertreter der 2. Generation der in Deutschland lebenden Migranten koreanischen Ursprungs. Viele kamen leider nicht. Als ich vor 12 Jahren zum ersten Mal eine Einladung erhielt, waren es wesentlich mehr Vertreter der 2. Generation, denen es sichtlich gut tat, älteren Koreanerinnen zu begegnen, die aufgeschlossen und interessiert auf die junge Generation zugegangen sind. Etwas, das viele aus eher konservativem Hause bislang nicht kannten.

Diesmal sind nur fünf Vertreter der jungen Generation gekommen. Diese konnten (mich, den fünften...) dafür besonders beeindrucken.

Heike und Sun–Ju präsentierten ein Buch, in dem sich Frauen der 1. Generation äußern und einen Einblick über die ersten, nach Deutschland gekommenen Koreanerinnen geben. Nach über 40 Jahren Migration ein sehr interessanter Beitrag über eine häufig übersehene Minderheit. Da ich einige der Frauen persönlich kenne, berühren die Texte mich natürlich auf besondere Art. Und sie regen in mir den Wunsch, auch mal meine eigene Mutter zu fragen nach ihrer Geschichte. Gespannt bin ich mal, wie das Buch auf Außenstehende wirken wird.
Die beiden Herausgeberinnen brachten knapp 100 druckfrische Bücher mit, die allesamt an einem Abend von den knapp 30 anwesenden Frauen (und einem Mann) aufgekauft wurden. Dabei haben einige gleich 10 Stück gekauft, um sie ihren Freunden zu schenken. ^^

Heike Berner, Sun–Ju Choi: zuhause.
ISBN 3-935936-52-4, ca. 160 Seiten, 14.00 EUR


Cerin, die dritte im Bunde, ist eine junge Regisseurin, die ihre Dokumentation »Ise–Kyopos. Die 2. Generation der im Ausland lebenden Koreaner« vorstellte. Ich bin leider verspätet angekommen und hab diese und eine andere kurze Dokumentation nicht sehen können, habe mir aber bei ihr eine Kopie der beiden bestellt.

Ich bin sehr gespannt, Cerins Dokumentation fand großen Anklang bei den Frauen und gewann dieses Jahr auch den Young CIVIS media prize. Der Preis wird für Arbeiten junger europäischer Journalistinnen und Journalisten sowie von Studenten und Absolventen der Film- und Medienhochschulen verliehen. Die Preisverleihung selbst findet am 10. Mai in Berlin statt, die um 23:15 Uhr in der ARD zu sehen sein wird.

Die Vierte im Bunde ist Ok–Hee, eine freischaffende bildende Künstlerin. Sie führte am Samstag Abend ihr kurzes Theaterstück: »Was kostet wohl ein Sternenhimmel« auf. Ein Monolog, der unter die Haut ging.

Alles in allem hat sich die Teilnahme gelohnt, ich habe interessante Menschen (wieder) getroffen und werde einige von ihnen in drei Wochen noch mal sehen. Im momentanen Stress war das eine wohltuende Abwechslung.

Daniel | link | 02:47 | Keine Reiter | gelebt

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