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The personal notes
of Daniel S. Lee

Dienstag – Tuesday, 28.10.2003

::Spiel2003 – Messebericht::
Das war sie nun, die Spiel2003. Gut war sie, Spaß hat sie gemacht, Geld hat sie gekostet. Ich habe die Messe nun doch nicht wie geplant an drei Tagen, sondern nur Samstag und Sonntag besucht. Dafür dann aber von jeweils kurz nach 10 Uhr morgens bis zum Messeende.

spiel2003

Besonderes Kennzeichen der Essener Spielemesse ist, dass sie eine Publikumsmesse ist. Dutzende von Spieleverlage haben dort ihren Stand aufgebaut, stellen ihre aktuellen Spiele vor und bieten Raum zum Ausprobieren. Man setzt sich an einen freien Tisch (so man einen findet...), holt sich ein Spiel und läßt es sich am Besten auch gleich vom Standpersonal erklären. Dann kann es losgehen. Wer nicht genügend Leute für ein Mehr–Personen–Spiel hat, der findet ziemlich schnell Spielpartner. Und wer einmal sitzt, der steht meist auch nicht mehr so schnell auf...
Aber der Reihe nach.

[more...]
 
Am Samstag traf ich mich mit einer Freundin, die einen Arbeitskollegen mitbrachte. Den Vormittag über liefen wir hin und her, sahen uns verschiedene Stände an, sammelten Prospekte, bevor es dann schon Mittag war. Nach dem Mittagessen (»Ah! Endlich sitzen!«) haben wir dann einen Tisch bei Ravensburger ergattert. Zuerst haben wir eine Runde Pueblo gespielt, anschließend Edel, Stein und Reich (war dieses Jahr auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres). Danach mussten die beiden leider schon gehen. Kein Problem für mich, da ich in Essen mittlerweile einige andere bekannte Gesichter getroffen hatte. Die Welt ist klein, selbst bei etwa 8 (?) Hallen läuft man sich noch über den Weg... Bei Winning Moves traf ich dann eine andere kleine Gruppe, mit der ich bis zum Schluß dann Clans spielte. Nicht mein Spiel, beide Runden war ich letzter.
Ausbeute des ersten Tages: Das Spiel Eden von Kosmos (Restexemplar für 3–4 Personen) und Carcassonne – Die Burg von Hans im Glück.

Der Sonntag verlief dann beinahe genau umgekehrt: Den Vormittag beinahe drei Stunden lang am Stand von Kosmos gespielt (gut, dass gewisse Herren bereits Punkt 10 Uhr vor Ort waren... ^_^) und nur zwei Spiele geschafft, den Nachmittag rumgelaufen, geguckt, gespielt, und schließlich die letzten beiden Stunden die Comicaction besucht und auf dem Spieleflohmarkt umgeschaut. Gespielt habe ich zunächst Dracula, ein Spiel für zwei Personen und in meinen Augen nicht sehr ausgewogen. Die Spielfigur des Van Helsing hatte eindeutig bessere Handlungsmöglichkeiten als Dracula. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Dracula verlor (habe ich schon erwähnt, dass ich den Dracula spielte?). Der Fluch des Pharao war dagegen schon unterhaltsamer. Man musste auf einem Spielbrett Wege legen, Schätze sammeln und wieder heil zum Ausgangspunkt zurückkehren. Wenn da nicht die lieben Mitspieler wären, die einem gerne mal den ein oder anderen Streich spielten... *g*

Gespielt haben wir noch Teampower aus dem aktuell–spiele–verlag. Ein nettes Quiz–Spiel für Teams bzw. bis zu 12 Personen. Bei Coloretto habe ich dann nur zugeschaut und gegessen und mir eine kleine Pause gegönnt.
Ausbeute am Sonntag: Ein GO–Anfängerspiel (samt Handbuch, kleinem Spielbrett und Steinen), Cartagena, zwei Comics zum halben Preis, Bambuti, ein kleines Kartenspiel von Adlung sowie ein anderes Kartenspiel als Geschenk.
Ach ja, eine CD mit Musik für Rollenspieler von Pegasus Press. Schöne romantische–mittelalterliche Musik, ruhiger als erwartet.

Die Messepreise waren etwa 10–30% günstiger als der empfohlene Verkaufspreis, bei Restexemplaren wie Eden betrug der Preisnachlass bis zu 75%. Also durchaus eine lohnende Sache. Dabei sollte man eines beachten: Restexemplare gehen oft zu Beginn der Messe schnell weg, je nach Vorratsmenge. Sonstige Spiele werden am letzten Tag noch mal um ein Euro reduziert, oft sogar erst in den letzten Stunden. Der Vergleich lohnt. Die (großen) Verlage verkaufen übrigens in der Regel keine Spiele, sondern leihen sie nur zum Spielen aus. Dafür gibt es eine Reihe von großen und kleinen Händlern, bei denen man mehr als fündig werden kann. Der Flohmarkt mit alten und gebrauchten Spielen ist auch nicht zu verachten.

Der Comicbereich (die Comicaction) verteilte sich diesmal auf zwei Hallen, aber jeweils wurde immer nur ein Teil der Halle belegt. Die kleinen Verlage waren gut vertreten, soweit ich dies überblicken konnte, die üblichen Verdächtigen halt. Besondere Highlights waren für mich nicht dabei, mal abgesehen davon, dass Naomi Fearn mit Brille einfach zum Anbeißen aussieht.

Der Rollenspielbereich ist immer ein Hingucker wert. Tolle Kostüme, wallende Gewänder oder auch anatomisch korrekt geformte Lederrüstungen für die Damen, Rüstungen für die Herren samt Plastikschwerter in allen Größen und Formen. Miniaturen genauso wie dicke Handbücher konnte man kaufen, um seinen Rollenspielen mehr Glanz zu verleihen. Sehr gut sieht das Rollenspielhandbuch zu Herr der Ringe aus, knapp 300 Seiten Anleitungen, wie man welchen Charakter bilden kann. Mein Respekt vor den Leuten, die sich da durchbeißen.

Schließlich noch ein Wort zu den Gewinnspielen vor Ort: Es gibt einige, die finden täglich statt. Die Gewinnchancen sind relativ gut, letztes Jahr habe ich immerhin Sagaland gewonnen. Es könnte sich allerdings als sehr günstig erweisen, wenn man mal auf die Handzettel schaut bzw. in das Besuchermagazin (gab es letztes Jahr auch ein?!). Dann fällt einem auch nicht erst Samstag Abend auf, dass die Gewinner bereits jeweils am Nachmittag ausgelost wurden...

Mein Fazit:
Zwei Tage sind einfach zu wenig. Was man da alles an Spielen spielen kann, das schafft man nicht einmal in einer Woche! Und langweilig wird es auch nicht, weil die Vielzahl an Unterschieden gewaltig ist. Von reinen Denk– und Strategiespielen hin zu lustigen Familienspielen, von Kartenspielen über Computerspielen hin zu Glücksspielen ist einfach alles vertreten. Ja, selbst Meisterschaften werden dort ausgetragen.
Hilfreich kann sein, wenn man sich vorher informiert, welche Spiele interessant sein könnten. Ansonsten schnappt man sich einfach den Tisch, der gerade frei wird und freut sich darüber. Bemerkenswert finde ich auch die freudig erregte Stimmung in den Hallen, wenn geschlechter– und generationenübergreifend friedlich miteinander gespielt wird. Einfach klasse.

Ja, nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Wer mitkommen möchte, der ist mir herzlich willkommen. ^_^

Daniel | link | 00:36 | Keine Reiter | gelebt

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